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FZI
Forschungszentrum Informatik
Johanna Häs
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EKG ohne Hautkontakt - Technologie für die Kardiologie von morgen

EKG ohne Kabel und direkten Hautkontakt: Sensoren in Textilien und Alltagsgegenständen erfassen die Herzaktivität.

Seit 2007 werden am FZI sogenannte kapazitive EKG-Elektroden entwickelt und ihre Einsatzmöglichkeiten für verschiedene medizinische, aber auch nicht-medizinische Anwendungen untersucht. Bei kapazitiven Elektroden kommt analoge Schaltungstechnik kombiniert mit aktuellen Halbleiterkomponenten zum Einsatz. So erhält man hochempfindliche Sensoren, die - ähnlich einer Antenne - das vom
Herzen erzeugte elektrische Feld erfassen können. Auf diese Weise ist es sogar möglich, ein EKG-Signal durch die Kleidung einer Person hindurch zu messen - ganz ohne Hautkontakt. EKG-Systeme werden dadurch komfortabler und besser verträglich.

Die kapazitiven Sensoren lassen sich aber auch in Alltagsgegenstände wie zum Beispiel einen Fernsehsessel integrieren, was völlig neue Perspektiven für telemedizinische Anwendungen eröffnet.

Gemeinsam mit der Daimler AG und weiteren Industriepartnern untersuchte das FZI im BMBF-Projekt INSITEX Integrationsmöglichkeiten dieser Technologie in Fahrzeugsitze, um über den Herzrhythmus an Informationen über den psychophysiologischen Zustand des Fahrers zu gelangen. Die so gewonnenen
Informationen sollen für Fahrerassistenzsysteme genutzt werden, die beispielsweise Stress oder Schläfrigkeit erkennen.