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05.02.2018

Leuchttürme können starten

Der neue RegioWIN-Campus im Technologiepark Reutlingen-Tübingen. Foto: NMI

Der neue RegioWIN-Campus im Technologiepark Reutlingen-Tübingen. Foto: NMI

Biotechnologie und Medizintechnik gehören zu den Wirtschaftsbereichen mit den größten Wachstumsraten weltweit. Zwei Leuchtturmprojekte in Reutlingen sollen künftig die darauf spezialisierten deutschen Unternehmen voranbringen und die Region im Südwesten stärken. Zu diesem Zweck hat das innBW-Institut Naturwissenschaftliches und Medizinisches Institut an der Universität Tübingen (NMI) und die Technologieförderung Reutlingen Tübingen (TF-RT) am 2. Februar 2018 den RegioWIN Campus eröffnet. Die zwei Leuchtturmprojekte, das „Nanoanalytikzentrum“ und der „Forschungscampus BioMedTech“, nehmen dort ihre Arbeit auf. Der im Technologiepark Reutlingen-Tübingen errichtete Campus kostete 20 Millionen Euro. Die Europäische Union und das Land Baden-Württemberg steuerten zusammen 8,5 Millionen Euro bei. Die beiden Projekte sind aus dem RegioWIN-Wettbewerb des Landes hervorgegangen.

„Der neue Forschungscampus BioMedTech und das Nanoanalytikzentrum sind auch für den Wirtschafts- und Innovationsstandort Baden-Württemberg ein großer Schritt nach vorne“, erklärte Ministerialdirektor Michael Kleiner vom Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau. „Das neue Technologiezentrum wird für einen Innovationsschub in der Region im Bereich Biomedizintechnik, Materialwissenschaft und Werkstofftechnik sorgen und die Wettbewerbsfähigkeit der ansässigen Unternehmen stärken“, sagte Prof. Hugo Hämmerle, Leiter des NMI.

Nanostrukturen erforschen und Medizin der Zukunft entwickeln

Das neu entstandene Gebäude im Technologiepark Reutlingen-Tübingen bietet auf über 3.000 m² Platz für Labore und Büros. Herzstück des neuen Zentrums sind zwei bis in den atomaren Bereich hinein hochauflösende, analytische Transmissionselektronenmikroskope (HRTEM). Das Leuchtturmprojekt Nanoanalytikzentrum bietet damit die Chance, so Hämmerle, „in die Champions League der Elektronenmikroskopie aufzusteigen." Über 50 Firmen haben bereits ihr Interesse an der Nutzung des Nanoanalytikzentrums bekundet – darunter viele namhafte Großunternehmen wie Bosch, Daimler, Walter, aber auch kleine Mittelständler aus der Region, die von dem unkomplizierten Zugang zur Hochtechnologie besonders profitieren werden. Zu den wissenschaftlichen Kooperationspartnern des Projekts gehören unter anderem fünf Institute der Innovationsallianz Baden-Württemberg sowie die Universität Tübingen.

Das zweite Leuchtturmprojekt, der „Forschungscampus BioMedTech“, hat zum Ziel, die Region Neckar Alb zu einem führenden Forschungsstandort der Biomedizintechnik zu entwickeln und die Stärken der Region auszubauen, die sich aus der Zusammenarbeit von Biotechnologie und Medizintechnik ergeben. Forschungsprojekte für die Medizin der Zukunft sollen hier in international markt- und wettbewerbsfähige Produkte und Verfahren umgesetzt werden. In den neuen Räumen werden regional ansässige Unternehmen der Medizintechnik und Biotechnologie und Institutionen der Grundlagen- und angewandten Forschung gemeinsam neue Materialien für die Medizin entwickeln.