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07.03.2016

Intelligente Folien für die digitale Vernetzung

Schematische Darstellung eines folienbasierten Elektroniksystems in der Industrie 4.0. Grafik: ParsiFAl 4.0

Schematische Darstellung eines folienbasierten Elektroniksystems in der Industrie 4.0. Grafik: ParsiFAl 4.0

Für die Vernetzung intelligenter Produktionsanlagen werden künftig leicht integrierbare und kostengünstige Systeme benötigt. Dies hilft insbesondere kleinen und mittelständischen Unternehmen, ihre Marktposition nachhaltig auszubauen. Eine Schlüsselrolle könnten dabei in Zukunft hybride Sensor- und Elektroniksysteme in dünnen Folien einnehmen. Daran arbeiten die beiden innBW-Mitglieder, das Institut für Mikroelektronik Stuttgart (IMS CHIPS) und die Hahn-Schickard-Gesellschaft für angewandte Forschung e.V, zusammen mit Kooperationspartnern aus Industrie im Forschungsprojekt ParsiFAl 4.0 auf Hochtouren. Die Einsatzmöglichkeiten dieser „intelligenten“ Etiketten sind vielfältig. Ihre sehr flachen und flexiblen Sensor- und Schaltungselemente dienen etwa der Vibrationsüberwachung oder Verformungsmessung.

Die sogenannten Smart-Sensor-System (S3)-Labels können Informationen über Prozessabläufe sammeln, verarbeiten und drahtlos abhörsicher kommunizieren. So leisten sie einen wertvollen Beitrag bei der Optimierung von Fertigungs- und Logistikabläufen. Mit ihrer Hilfe werden Produkte, Verpackungen und Produktionsanlagen fit für die Industrie 4.0. Im Bereich Logistik und Verpackung lässt sich dadurch beispielsweise der Transportweg von kritischen Gütern sicher nachvollziehen. Temperaturschwankungen und Stöße bleiben so nicht länger verborgen. Das Forschungsprojekt ParsiFAl 4.0 läuft bis Ende Oktober 2018 und wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert. Das Projektvolumen beträgt 7,7 Millionen Euro, der Förderanteil liegt bei 57 Prozent.

Das Institut für Mikroelektronik Stuttgart (IMS CHIPS) ist eine gemeinnützige Stiftung im Land Baden-Württemberg und betreibt wirtschaftsnahe Forschung auf den Gebieten Siliziumtechnologie, Nanostrukturierung, Anwenderspezifische Schaltkreise (ASICs) und Bildsensorik. Das Institut ist Partner kleiner und mittlerer Unternehmen insbesondere in Baden-Württemberg und arbeitet mit international führenden Halbleiterunternehmen und Zulieferern zusammen. Am IMS CHIPS arbeiten rund 100 Mitarbeiter und Gastwissenschaftler in den Bereichen Mikroelektronik, Mikrosystemtechnik und Nanostrukturierung.

Hahn-Schickard entwickelt für die Wirtschaft innovative Produkte und Technologien in den Zukunftsfeldern Mobilität, Umwelt und Ressourcen, Gesundheit und Pflege sowie Information und Kommunikation. Neben Kompetenzen in Engineering und Herstellungsprozessen ist der Forschungs- und Entwicklungsdienstleister Spezialist für innovative Mikrofluidiksysteme sowie für Analyse- und Extraktionsverfahren im Bereich Nukleinsäureanalytik, Immunoassays und klinische Chemie. Die Kunden kommen aus der Industrie, vor allem kleine und mittelständische Unternehmen. Über 170 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter arbeiten an den drei Standorten Stuttgart, Villingen-Schwenningen und Freiburg.

www.ims-chips.de