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07.08.2015

Lithium-Ionen-Batterien: Prismatische Wickelzelle in einer Minute produziert

Vollautomatische Zellformierung. Bild: ZSW

Vollautomatische Zellformierung. Bild: ZSW

Auf weltweit 60 Milliarden Euro Umsatz im Jahr 2025 wird das Potenzial für Lithium-Ionen-Batterien geschätzt. An der Wertschöpfung könnte auch Deutschland teilhaben – wenn es eine eigene Batterieproduktion aufbaut. Ein Fortschritt auf diesem Weg ist jetzt dem innBW-Mitglied Zentrum für Sonnenenergie- und Wasserstoff-Forschung Baden-Württemberg (ZSW) geglückt: Zusammen mit neun Industriepartnern haben die Wissenschaftler auf einer seriennahen Forschungsanlage in Ulm prismatische Wickelzellen in einem besonders kurzem Zeitraum hergestellt. Der Herstellprozess dauerte pro Wickelzelle nur eine Minute. Die gewonnen Erkenntnisse können den Unternehmen helfen, eine eigene Batteriezellproduktion zu errichten. Die Forschungsplattform am ZSW steht Industrieunternehmen und Forschungspartnern zur Entwicklung fortschrittlicher Zelltechnologien offen und soll die Wertschöpfungslücke hierzulande schließen.

Ein weiteres Verbundprojekt zur Batterieproduktion startet in Kürze in Ulm: Es heißt GIGA-LIB und wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) mit fünf Millionen Euro gefördert. Im Vorhaben wird ein Konsortium aus den Unternehmen Manz AG, M+W Germany GmbH, ThyssenKrupp System Engineering GmbH unter der Federführung der VARTA Microbattery GmbH gemeinsam mit dem ZSW in den kommenden zwei Jahren Fertigungsmethoden für eine modular aufgebaute, industrielle Produktion von Lithium-Ionen-Zellen für Elektrofahrzeuge erforschen. Mit GIGA-LIB sollen die mit der Forschungsplattform gewonnenen Erfahrungen ausgebaut sowie der Transfer in die industrielle Anwendung verstärkt werden.

Das Zentrum für Sonnenenergie- und Wasserstoff-Forschung Baden-Württemberg (ZSW) gehört zu den führenden Instituten für angewandte Forschung auf den Gebieten Photovoltaik, regenerative Kraftstoffe, Batterietechnik und Brennstoffzellen sowie Energiesystemanalyse. An den drei ZSW-Standorten Stuttgart, Ulm und Widderstall sind derzeit rund 230 Wissenschaftler, Ingenieure und Techniker beschäftigt. Hinzu kommen 70 wissenschaftliche und studentische Hilfskräfte.

www.zsw-bw.de/infoportal