Wir sind die 
Innovation
Leidenschaftlich forschen. Verbindend denken. Zuverlässig handeln.

Ansprechpartner

Anke Fellmann
Tel. 07121 51530 842

> E-Mail

23.12.2014

Prototyp für Frühchen-Behandlung entwickelt

So funktioniert ARTUS. Grafik: Hohenstein Institute

So funktioniert ARTUS. Grafik: Hohenstein Institute

Das innBW-Mitglied Hohenstein Institute aus Bönnigheim entwickelt derzeit mit Partnern eine künstliche Gebärmutter zur Stimulation von zu früh geborenen Babys. Im Dezember hat das Forscherteam einen ersten Prototyp für die neue Behandlung vorgestellt. Der künstliche Uterus mit dem Namen ARTUS (ARTificial UteruS) überträgt auf die „Frühchen“ akustische und mechanische Reize, die den Umweltbedingungen im Mutterleib entsprechen. So soll unter anderem der Herzschlag der Mutter, deren Stimme und die sanften Bewegungen im Mutterleib reproduziert werden. Derzeit beurteilen Spezialisten für Neu- und Frühgeborene in einer Anwendungsbeobachtung die Wirkung auf die Babys.

Ziel ist, das klinische Befinden der kleinen Patienten zu verbessern. Standardisiert beurteilbar wird das über die Messung von fünf Parametern in regelmäßigen Abständen: Herzfrequenz, Atemanstrengung, Reflexauslösbarkeit, Muskeltonus und Hautfarbe. Die Industriepartner des Forschungsinstitutes sind Beluga-Tauchsport (Scheeßel), Global Safety Textiles (Maulburg) und M. Zellner (Michelau in Oberfranken).

Projektleiter Prof. Dr. Dirk Höfer von den Hohenstein Instituten geht davon aus, dass sich beim Einsatz von ARTUS der klinische Zustand von Frühgeborenen signifikant verbessern lässt: „In der ersten Anwendungsbeobachtung sind wir aber schon zufrieden, wenn wir eine allgemeine Verbesserung des Zustandes der beobachteten Babys verzeichnen können. Unsere Prototypen werden wir dann vor Markteinführung noch entsprechend funktionell optimieren und an den Klinikalltag anpassen. Wichtige Aspekte haben wir aber bereits abgedeckt. So ist der sensorische Artificial Uterus desinfizierend waschbar und das Wirkprinzip, nach dem die mechanischen Reize erzeugt werden, funktioniert ohne elektrische Zuleitungen, die schädliche Strahlungen erzeugen könnten.“

Die Hohenstein Institute gehören mit insgesamt rund 500 Mitarbeitern am Standort Bönnigheim sowie in weltweit über 40 Kontaktbüros zu den bedeutendsten unabhängigen Forschungs- und Prüfungseinrichtungen im textilen Sektor. Anwendungsorientierte Forschung und Entwicklung von innovativen Produkten und Verfahren sowie ein breites Spektrum von Textilprüfungen und Zertifizierungen bilden das Hauptgeschäft. Auftraggeber sind Industrie und Handel. Die Hohenstein Institute wurden 1946 gegründet und werden bis heute als Familienunternehmen geführt.

www.hohenstein.de