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05.12.2014

Neues Institut für Mikroanalysesysteme bewilligt

Das neue Institut entwickelt unter anderem innovative Nachweisverfahren für Krankheitserreger. Foto: HSG / Bernd Müller Fotografie

Das neue Institut entwickelt unter anderem innovative Nachweisverfahren für Krankheitserreger. Foto: HSG / Bernd Müller Fotografie

Freiburg bekommt ein eigenständiges Institut für Mikroanalysesysteme der Hahn-Schickard-Gesellschaft für angewandte Forschung (HSG). Das hat die Landesregierung Anfang Dezember beschlossen. Zu diesem Zweck wird das HSG-IMIT, das Institut für Mikro- und Informationstechnik, in zwei Teile aufgespalten. Die jährliche Grundfinanzierung in Höhe von 1,5 Millionen Euro pro Jahr für das neue Institut soll aus dem Doppelhaushalt 2015/2016 erfolgen und steht voraussichtlich ab dem Jahr 2016 zur Verfügung. Mit der Entscheidung aus Stuttgart wächst die Innovationsallianz innBW um ein Mitglied – künftig werden es 13 sein.

Die HSG unterhält bislang das Institut für Mikroaufbautechnik (HSG-IMAT) in Stuttgart und das HSG-IMIT mit den Standorten Villingen-Schwenningen und Freiburg. Der Standort Freiburg, an dem rund 40 Mitarbeiter beschäftigt sind, wird nun zu einem eigenständigen Institut für Mikroanalysesysteme ausgegründet und kann damit seinen raschen Wachstumskurs fortsetzen. Das Institut in Südbaden soll vor allem angewandte Forschung und Entwicklung auf dem Gebiet der Mikroanalysesysteme leisten und diese zusammen mit Partnern aus der Industrie in innovative Produkte umsetzen.

Das Institut hat sich auf die Integration, Miniaturisierung, Parallelisierung und Automation von Prozessen in der Analytik und Diagnostik spezialisiert. Ein Beispiel ist die Entwicklung von Lösungen für den schnellen Nachweis von Erregern bei Infektionskrankheiten. Eingesetzt werden sie in den Anwendungsfeldern Gesundheit, Ernährung, Demographie und Lebenswissenschaften. Das neu zu gründende Institut wird darüber hinaus die Ergebnisse aus dem Forschungsfeld „Industrie 4.0“ in Villingen-Schwenningen auf diese Anwendungsfelder übertragen. Ziel ist es, durch Digitalisierung und Vernetzung produktivere und effizientere Prozesse in den genannten Anwendungsfeldern zu etablieren.

Das HSG-IMIT entwickelt für die Wirtschaft innovative Produkte und Technologien in den Zukunftsfeldern Mobilität, Umwelt und Ressourcen, Gesundheit und Pflege sowie Information und Kommunikation. Neben Kompetenzen in Engineering und Herstellungsprozessen ist das Institut Spezialist für innovative Mikrofluidiksysteme sowie für Analyse- und Extraktionsverfahren im Bereich Nukleinsäureanalytik, Immunoassays und klinische Chemie. Die Kunden kommen aus der Industrie, vor allem kleine und mittelständische Unternehmen. An den Standorten in Villingen-Schwenningen und Freiburg arbeiten über 130 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.