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12.11.2014

Modellprojekt mit Landtagspräsident als Schirmherr

Die Beteiligten des geplanten Parasolhotel mit Landtagspräsident und Schirmherr Guido Wolf (3.v.l.). Foto: HSG-IMIT

Die Beteiligten des geplanten Parasolhotel mit Landtagspräsident und Schirmherr Guido Wolf (3.v.l.). Foto: HSG-IMIT

In Bad-Dürrheim soll ein Hotel entstehen, das an Mitarbeiter und Gäste mit Aktivitäts- und Mobilitätseinschränkungen angepasst ist. Die Initiatoren des „europaweiten Vorreiterprojekts“ kooperieren jetzt mit dem innBW-Mitglied Forschungsinstitut HSG-IMIT aus Villingen-Schwenningen. Die Forscher und Entwickler des Instituts planen den Einsatz von mehreren Assistenzsystemen. Ziel ist, den Arbeitsalltag für die Mitarbeiter und den Hotelaufenthalt für Gäste so selbstbestimmt, komfortabel und sicher wie möglich zu gestalten. Eine weitere prominente Unterstützung für das „Parasolhotel“ ist am 7. November hinzugekommen: Landtagspräsident Guido Wolf übernimmt die Schirmherrschaft.

„Aus humanitärer und sozialer Überzeugung“ habe er sich für das Projekt entschieden, so Wolf anlässlich eines Rundgangs am HSG-IMIT. Bei dem Besuch informierte sich der Politiker über moderne Assistenzsysteme und die Arbeit der Experten. In dem geplanten Hotel könnten etwa spezielle Sensorarmbänder zum Einsatz kommen, auf denen Informationen über die Art der Einschränkung gespeichert sind. Die eigenständige Kommunikation der Armbänder würde Hilfestellungen wie Türöffnungen möglich machen. Ein weiteres Beispiel sind Schuhe, die sich von selbst aus- und anziehen. Dabei wird die im Laufen entstehende Bewegungsenergie in Strom umgewandelt, der wiederum für das An- und Ablegen des Schuhs genutzt werden kann.

Die Kosten für das Hotel werden auf insgesamt 14 Millionen Euro geschätzt. Die Mehrkosten zur Integration von Menschen mit Behinderungen betragen rund vier Millionen Euro. Der Förderverein des Parasol-Hotels akquiriert derzeit die Mehrkosten.

Das HSG-IMIT entwickelt für die Wirtschaft innovative Produkte und Technologien in den Zukunftsfeldern Mobilität, Umwelt und Ressourcen, Gesundheit und Pflege sowie Information und Kommunikation. Neben Kompetenzen in Engineering und Herstellungsprozessen ist das Institut Spezialist für innovative Mikrofluidiksysteme sowie für Analyse- und Extraktionsverfahren im Bereich Nukleinsäureanalytik, Immunoassays und klinische Chemie. Die Kunden kommen aus der Industrie, vor allem kleine und mittelständische Unternehmen. An den Standorten in Villingen-Schwenningen und Freiburg arbeiten über 130 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.