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24.09.2014

Solarrekord in Stuttgart

Teststreifen mit Weltrekordsolarzelle. Foto: ZSW

Teststreifen mit Weltrekordsolarzelle. Foto: ZSW

Die effizienteste Dünnschichtsolarzelle weltweit kommt aus Stuttgart. Wissenschaftler am Zentrum für Sonnenenergie- und Wasserstoff-Forschung Baden-Württemberg (ZSW) erreichten mit einer Solarzelle aus Kupfer-Indium-Gallium-Diselenid (CIGS) einen Wirkungsgrad von 21,7 Prozent. Mit dem Erfolg hat das Forschungsinstitut den Weltrekord wieder ins „Ländle“ geholt und die Konkurrenz aus Schweden auf Platz zwei verwiesen. Im Juni hatten schwedische Forscher einen Bestwert erzielt, der nun um 0,7 Prozentpunkte übertroffen wurde. Das Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme (ISE) hat die ZSW-Ergebnisse bestätigt. Die neuen Forschungsergebnisse aus dem Südwesten Deutschlands sollen dazu beitragen, Solarstrom noch günstiger zu machen.

Der Vorsprung gegenüber den auf dem Markt dominanten multikristallinen Solarzellen hat sich mit dem neuen Stuttgarter Wert auf 1,3 Prozent erhöht. Die Labordaten zeigen zudem, dass in den nächsten Jahren weitere Steigerungen möglich sind und die Kosten für die CIGS-Technik noch stärker sinken können. Die Produktion erfolgte in einer Laborbeschichtungsanlage mit einem Koverdampfungsverfahren. Dort wurden über 40 Zellen mit Wirkungsgraden über 21 Prozent hergestellt. Das deutet auf eine gute Übertragbarkeit in die industrielle Fertigungstechnik und damit auch in die Massenproduktion hin. Es werde zwar noch eine Weile dauern, bis der gesteigerte Wirkungsgrad in die Modulproduktion eingeht, 17 bis 19 Prozent seien jedoch in den nächsten Jahren sehr gut möglich, so ZSW-Vorstand Prof. Dr. Michael Powalla. Die Dünnschicht-PV spart im Vergleich zu Standardsolarzellen durch eine mikrometerdünne Beschichtung Material und Energie.

Das Zentrum für Sonnenenergie- und Wasserstoff-Forschung Baden-Württemberg (ZSW) gehört zu den führenden Instituten für angewandte Forschung auf den Gebieten Photovoltaik, regenerative Kraftstoffe, Batterietechnik und Brennstoffzellen sowie Energiesystemanalyse. An den drei ZSW-Standorten Stuttgart, Ulm und Widderstall sind derzeit rund 230 Wissenschaftler, Ingenieure und Techniker beschäftigt. Hinzu kommen 120 wissenschaftliche und studentische Hilfskräfte.

www.zsw-bw.de