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06.08.2014

"Magie" gegen den Grauen Star

Die Projektpartner: Dr. .Karl Stock, Dr. Stefan Spaniol, Prof. Dr. .Georg Kuka, Dr. Maximilian Schultheiss, Prof. Dr. Martin Spitzer, Nicole Kasischke, Dr. Christian Lingenfelder, Dr. Tilmann Trebst, Frederik Wintermantel (von links nach rechts)
Foto: alamedics

Die Projektpartner: Dr. .Karl Stock, Dr. Stefan Spaniol, Prof. Dr. .Georg Kuka, Dr. Maximilian Schultheiss, Prof. Dr. Martin Spitzer, Nicole Kasischke, Dr. Christian Lingenfelder, Dr. Tilmann Trebst, Frederik Wintermantel (von links nach rechts) Foto: alamedics

Ein neues Operationssystem soll künftig eine bessere Behandlung des Grauen Stars erlauben. Seit Juni entwickelt das innBW-Mitglied Institut für Lasertechnologien in der Medizin und Meßtechnik (ILM) die Technik in einem neuen Forschungsprojekt. Das Projekt hat den Namen „Magic Eye“ und wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) über drei Jahre mit insgesamt 1,3 Millionen Euro gefördert. Zusammen mit der Firma alamedics GmbH hatte das Institut an der Universität Ulm das Projekt „Magic Eye“ initiiert, weitere sechs Partner aus Deutschland sind inzwischen mit an Bord.

Für alamedics und ILM ist es bereits das zweite gemeinsame Großprojekt innerhalb von zwei Jahren, das vom BMBF gefördert wird. Das zu entwickelnde Operationssystem basiert auf einem Dioden-gepumpten ER:YAG-Laser für die atraumatische, hochpräzise Mikrochirurgie am Auge. Mit der neuen Technik wollen die Beteiligten den vor allem von ausländischen Unternehmen dominierten Markt erobern. Die weiteren Partner sind die Bytec GmbH, Eschweiler, die Fiberware GmbH, Mittweida, die Lifephotonic GmbH, Bonn, und eine Arbeitsgruppe der Augenklinik der Universität Tübingen unter der Leitung von Prof. Dr. Martin Spitzer.

Ziel ist ein Laser, dessen Energie vom menschlichen Gewebe besonders gut absorbiert wird. Es soll Chirurgen ermöglichen, gezielt sowohl steinharte menschliche Linsen als auch im Auge befindliches Weichgewebe hochpräzise zu entfernen. Das neue Operationssystem könnte für weitere Operationen am Auge oder in anderen mikrochirurgischen Disziplinen eingesetzt werden – etwa in der Neurochirurgie oder der Gefäßchirurgie, wo Gewebe punktuell und auf engstem Raum entfernt werden soll.

Das Institut für Lasertechnologien in der Medizin und Messtechnik an der Universität Ulm (ILM) wird getragen von der gleichnamigen gemeinnützigen Stiftung bürgerlichen Rechts. Das ILM verbindet die akademische Forschung und Lehre mit der wirtschaftlichen und medizinischen Praxis. Öffentliche Förderprojekte legen den Grundstein für neue Erkenntnisse, darauffolgende Kooperationen mit Firmen entwickeln neue Produkte. Das ILM ist mit 7 Kompetenzgruppen interdisziplinär aufgestellt, im Institut arbeiten Physiker, Chemiker, Biologen und Ingenieure.

Download Download Presseinformation alamedics GmbH zu Projekt "Magic Eye" (pdf)