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04.08.2014

Mikrokameras entwickeln: Insektenaugen als Vorbild

Kopf einer 1,4mm flachen Mutiapertur-Kamera für Anwendungen in der Videotelefonie. Foto: Fraunhofer IOF, Jena

Kopf einer 1,4mm flachen Mutiapertur-Kamera für Anwendungen in der Videotelefonie. Foto: Fraunhofer IOF, Jena

Die Kameras der Zukunft sollen möglichst klein sein und dabei kostengünstig, lichtstark und intelligent. Mehrere Demonstrationssysteme mit Baulängen von weniger als drei Millimeter Größe entwickelt derzeit ein Konsortium aus sieben Industriepartnern und drei Forschungseinrichtungen. Seit Mai 2014 ist auch das innBW-Mitglied Institut für Mikroelektronik Stuttgart (IMS CHIPS) zu dem Projekt mit dem Namen „Selbstadaptierende intelligente Multiaperturkamera-Module“ (SITARA) gestoßen. Bei der Entwicklung der neuen Kameras setzt das Konsortium aus Deutschland auf den Einsatz aufeinander abgestimmter Bildsensoren mit hoher Dynamik in Kombination mit speziellen mikrooptischen Systemen. Das Facettenauge der Insekten ist Vorbild für die Optiken.

Mit den Stuttgarter Forschern gibt es nun elf Projektpartner: Die Unternehmen Daimler, DResearch, Karl Storz, Sick, Microelectronic Packaging, Sypro Optics und Viimagic GmbH sowie die Forschungsinstitute Fraunhofer-Institut für Angewandte Optik und Feinmechanik (IOF), Universität Jena, Leibniz-Institut für innovative Mikroelektronik IHP sowie IMS CHIPS. Das BMBF stellt für die Partner der Förderinitiative in zwölf Verbundprojekten etwa 40 Millionen Euro bereit.

Durch ihre Flexibilität, geringen Herstellungskosten sowie ihre außergewöhnlichen Leistungsparameter und Eigenschaften sollen die zu entwickelnden Kameras zahlreiche neue Anwendungen ermöglichen. In dem Projekt werden konkret eine High-Dynamic-Range-Kamera für die industrielle Bildverarbeitung, eine Kamera für den Einsatz in Video-Sicherheitssystemen in Fahrzeugen und eine Automotive-Kamera entwickelt. Diese Bereiche zählen zu den wachstumsstarken Anwendungsfeldern der Photonik in Deutschland. Die am Vorhaben beteiligten Industriepartner stellen die späteren potenziellen Lieferanten und Systemanbieter dar.

Das Institut für Mikroelektronik Stuttgart (IMS CHIPS) ist eine gemeinnützige Stiftung im Land Baden-Württemberg und betreibt wirtschaftsnahe Forschung auf den Gebieten Siliziumtechnologie, Nanostrukturierung, Anwenderspezifische Schaltkreise (ASICs) und Bildsensorik. Das Institut ist Partner kleiner und mittlerer Unternehmen insbesondere in Baden-Württemberg und arbeitet mit international führenden Halbleiterunternehmen und Zulieferern zusammen. Am IMS CHIPS arbeiten rund 100 Mitarbeiter und Gastwissenschaftler in den Bereichen Mikroelektronik, Mikrosystemtechnik und Nanostrukturierung.

www.ims-chips.de