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22.01.2014

Bauteil aus Baden-W├╝rttemberg mit Raumsonde Rosetta im All

Das Mikroventil MegaMic. Foto: HSG-IMIT

Das Mikroventil MegaMic. Foto: HSG-IMIT

Nach zehn Jahren Weltraumfahrt hat sich am 20. Januar die Raumsonde Rosetta aus dem Tiefschlaf zum Dienst zurückgemeldet. Gut 800 Millionen Kilometer von der Erde entfernt und nach knapp 1.000 Tagen Reise soll sie Ende des Jahres auf dem Kometen Tschurjumow-Gerasimenko die Landeeinheit Philae absetzen. Bei der ersten Landung auf einem Kometen in der bisherigen Geschichte der Raumfahrt wird auch ein Bauteil aus Villingen-Schwenningen eine wichtige Rolle spielen: Es handelt sich um das Mikroventil „MegaMic“ vom innBW-Mitglied HSG-IMIT.

Das Ventil im Miniformat wurde von Forschern des Instituts mit dem Pneumatik-Hersteller Hoerbiger-Origa Systems entwickelt. Es ist Teil eines Gaschromatographen im Landegerät Philae, das Bodenproben des Kometen auf ihre elementare, isotopische und chemische Zusammensetzung untersuchen soll. Die Proben können möglicherweise Aufschluss darüber geben, wie das Sonnensystem während seiner Entstehung beschaffen war und ob Kometen einst Leben auf die Erde gebracht haben. „Wir haben mit dem ESA-Team mitgefiebert und sind nun natürlich erleichtert, dass Rosetta wie vorprogrammiert aufgewacht ist“, freut sich Prof. Roland Zengerle, einer der Leiter des HSG-IMIT und federführend an der Entwicklung des Mikroventils beteiligt. „Nun sind wir gespannt, ob auch weiterhin alles nach Plan verläuft und MegaMic seiner eigentlichen Aufgabe nachkommen kann.“

Das Institut für Mikro- und Informationstechnik der Hahn-Schickard-Gesellschaft (HSG-IMIT) zählt in Baden-Württemberg zu den führenden Forschungs- und Entwicklungsdienstleistern von mikrotechnischen Komponenten und Systemen. Das Zentrum realisiert innovative Produkte und Technologien in den Zukunftsfeldern Mobilität, Umwelt und Ressourcen, Gesundheit und Pflege sowie Information und Kommunikation. Die Kunden kommen aus der Industrie, vor allem kleine und mittelständische Unternehmen. An den Standorten in Villingen-Schwenningen und Freiburg arbeiten über 130 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.