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29.10.2013

Einer Blüte nachempfunden: Preiswürdige Fassaden-Verschattung

Bewegungsmuster des biologischen Vorbilds, der Sitzstange der Paradiesvogelblumenblüte
© Plant Biomechanics Group Freiburg & ITKE Stuttgart

Bewegungsmuster des biologischen Vorbilds, der Sitzstange der Paradiesvogelblumenblüte © Plant Biomechanics Group Freiburg & ITKE Stuttgart

Die Gips-Schüle-Stiftung hat am 16. Oktober an drei Wissenschaftler den Gips-Schüle-Forschungspreis für eine bionische Fassaden-Verschattung verliehen. Der mit 40.000 Euro dotierte Preis ging an Dr. Markus Milwich vom innBW-Mitglied Institut für Textil- und Verfahrenstechnik ITV Denkendorf, Prof. Dr. Jan Knippers von der Universität Stuttgart und Prof. Dr. Thomas Speck vom Botanischen Garten der Universität Freiburg. Die Konstruktion mit dem Namen „Flectofin“ wurde der Blüte der Paradiesvogelblume nachempfunden. Sie funktioniert wie eine vertikale Jalousie mit einem stufenlos einstellbaren Klappmechanismus ohne Gelenke und Scharniere. Grundlage ist ein zwischen zwei glasfaserverstärkten Kunststofflamellen angeordneter elastischer Stab. Wird dieser gebogen, klappen die Lamellen auf, wird die Biegung zurückgenommen, klappen sie wieder zu. Dieser Mechanismus kann zu Abschattung von Einfamilienhäusern bis hin zu 30 Meter hohen Fassaden verwendet werden. Das Forscherteam hat für die Technologie bereits zwei weitere Preise erhalten: den „Techtextil Innovationspreis 2011 – Architecture“ und den „International Bionic-Award“ der Schauenburg-Stiftung.

Download Presse Info ITV Denkendorf zur Verleihung des Gips-Schüle-Preises (pdf)

Verleihung des Gips-Schüle-Preises an die drei Preisträger in der Mitte. Von links: Prof. Dr. Thomas Speck, Direktor des Botanischen Gartens der Universität Freiburg, Dr. Markus Milwich, Leiter des Leichtbauzentrums am ITV Denkendorf, Prof. Dr. Jan Knippers vom Institut für Tragkonstruktionen und Konstruktiver Entwerfen der Universität Stuttgart. Finite-Elemente-Analyse des Biegemechanismus und Weiterentwicklung zum Doppel-Flectofin®
© ITKE Stuttgart Dipl.-Ing. Lena Müller mit Flectofin-Versuchsmodell (zusammengefaltet), hergestellt im Faserverbundtechnikum des ITV Denkendorf 
(Bild: ITV Denkendorf) Dipl.-Ing. Lena Müller mit Flectofin-Versuchsmodell (auseinandergefaltet), hergestellt im Faserverbundtechnikum des ITV Denkendorf 
(Bild: ITV Denkendorf) Flectofin